Die Filmemacherinnen 

Elizabeth Grenier ist freiberufliche Journalistin, unter anderem bei der Deutschen Welle und Radio-Canada. Ihre Videoarbeiten bei dem Filmkollektiv VideoAktiv e.V. wurden international gezeigt, oft in Verbindung mit Workshops für Jugendlichen. Sie hat bei mehreren kanadischen Fernsehproduktionen gearbeitet, wo sie für die Recherche, Redaktion bzw. Videoschnitt zuständig war. 

Inga Pfafferott ist Psychologin und Filmemacherin. Sie dreht Dokumentar- Spiel- und Imagefilme, schwerpunktmäßig für Auftraggeber aus dem Bildungsbereich und sozialen Sektor. Daneben konzipiert und leitet sie kreative Filmworkshops für Kinder, Jugendliche und Erwachsene und übersetzt Drehbücher.

Irati Elorrieta ist Autorin und Filmemacherin. Sie hat den Erzählungsroman "Burbuilak" veröffentlicht und mehrere Videoarbeiten gemacht, die international gezeigt wurden. Sie hat als Cutterin für TV-Produktionen gearbeitet, darunter eine Kinder-Doku-Serie. Sie ist Mitglied des Lichtblick Kinos und war dort von 2005 bis 2009 für das Programm der monatlichen Kurzfilmreihe "Kurz Gesehen" verantwortlich.

Masayo Kajimura ist Videokünstlerin und Kuratorin. Sie hat mehrere Kurzfilme, Videoinstallationen und interdisziplinäre Arbeiten mit Tanz und Musik gemacht, die international gezeigt und ausgestellt werden. Als Kuratorin gestaltet sie Filmprogramme und Videokunstausstellungen und ist seit 2008 für die monatliche Filmreihe "Made in Europe" in der Werkstatt der Kulturen zuständig.

 

Die Verantwortung für Projektkonzeption und Durchführung liegt bei den Filmemacherinnen, die mit der Werkstatt der Kulturen zusammenarbeiten. In jeder Phase des Projekts gibt es dabei eine enge Kooperation mit den Lehrerinnen und während der Projektwoche darüber hinaus Unterstützung durch Assistent/innen: Theresa von Dassel,  Martin Hansen, Paul Esra Martin, Julian Rabus, Joey Steffens und Yagi Taffere.

 

Projektgeschichte

Im Herbst 2010 drehten die Kinder der Karlsgarten Grundschule in Neukölln gemeinsam mit Filmemacherinnen der benachbarten Werkstatt der Kulturen einen „Videobrief“. Darin zeigen sie Orte und Menschen aus ihrem Kiez und erzählen Geschichten aus ihrem Leben, manche davon wahr und manche erträumt. Diesen Film schickten sie mit den Filmemacherinnen an die Kinder der Lemgo-Grundschule auf der anderen Seite der Hasenheide, die daraufhin einen Videobrief über ihren Kreuzberger Graefekiez drehten. Diesen erhielten im Herbst 2011 die Kinder der Lichtenberger Hermann-Gmeiner-Grundschule, denn in der zweiten Projektphase wanderte das Projekt aus der Innenstadt an die Stadtränder Berlins. Von Lichtenberg ging es im Frühling 2012 dann weiter an die Wilhelm-Busch-Grundschule in Marzahn und an die Grundschule an der Peckwisch im Märkischen Viertel in Reinickendorf, beides Schulen, die unmittelbar an Brandenburg angrenzen. 2015 kamen Filme der Grundschule auf dem Tempelhofer Feld, der Mendel-Grundschule in Pankow und der Reinfelder Schule in Charlottenburg hinzu.  

Die Filme vermischen Fiktion und Realität und bestehen aus dokumentarischen, inszenierten sowie animierten Teilen, die miteinander verwoben sind. Ziele des Filmprojekts sind die Förderung von Kreativität, sozialer und mediengestalterischer Kompetenz und Wertschätzung der kulturellen Vielfalt in den Schulklassen. Als Forscher, Reporter, Bastler, Trickanimateure, Schauspieler, Kameraleute und Stadtentwickler sammeln die Kinder vielfältige Erfahrungen und erschließen sich ihre Kieze als gemeinsam erlebbaren und nutzbaren Raum. Durch den Aspekt der Videobrieffreundschaft schauen die Kinder auch über den eigenen Tellerrand hinaus und vergleichen ihre Lebenswelt mit der von Kindern aus anderen Stadtteilen.

So ermöglichen die Filme einen Blick durch die Augen von Kindern auf sogenannte Brennpunkte Berlins und leisten einen innovativen Beitrag zu Diskussionen über Bildung, Integration und Stadtentwicklung. Durch die Beteilung vieler Schulen und Kiezakteure findet eine stadtweite Vernetzung statt.

 

Wo kann man die Filme sehen?

Die Filme der Schulkassen werden auf gemeinsamen Premieren in der Werkstatt der Kulturen in Neukölln präsentiert. Hier lernen sich die „Videobrieffreunde“ persönlich kennen. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion haben sie Gelegenheit, sich gegenseitig Fragen über ihre Filme und Kieze zu stellen. Außerdem sind alle Filme natürlich per Klick auf die Stadtkarte hier auf unserer Homepage zu sehen, sie erscheinen auf DVD, werden im Offenen Kanal Berlin ALEX ausgestrahlt und bei Filmfestivals eingereicht.

 

Bisherige Filmfestivals und Preise